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Ökumenischer Namenkalender
Hochfest der Gottesmutter Maria
Marienfeste im Kirchenjahr



Orthodoxe Kirche: Synaxis der Allheiligen Gottesgebärerin - 26. Dezember
Katholische Kirche: 1. Januar

Gnadenreiche Jungfrau MariaIn der westlichen Kirche wurde schon vor dem 7. Jahrhundert ein Marienfest gefeiert. Nach Einführung der Feste Mariä Verkündigung und Mariä Himmelfahrt verlor dieses Fest an Bedeutung und fiel im 14. Jahrhundert zugunsten der Namensgebung Jesu fort. Das II. Vatikanische Konzil hat dann 1969 das Hochfest wieder eingeführt.

Die Geschichte der Christenheit ist auch eine Geschichte der Marienverehrung. Jede Generation, jede Frömmigkeitsausprägung hat ihr eigenes Marienbild. Die Entwicklung der Mariendogmen in der römisch-katholischen Kirche zeigt, wie Logik und Theologie aus wunderbarem unbegreiflichem göttlichen Handeln an und durch Maria immer mehr ein dogmatisches Lehrgebäude werden ließen, das dann auch zu Spaltungen und Gräben in der Ökumene führte.

Die Kirchen - an erster Stelle die katholische und die orthodoxe Kirche - begehen zahlreiche Marienfeste: Neben diesem Hochfest am 1. Januar sind die allgemeinen Feste (in der Abfolge des Kalenderjahres):

Unsere liebe Frau in Lourdes (11.2. - kath.)
Verkündigung der Geburt des Herrn an Maria (25.3.)
Mariä Heimsuchung (31.5./2.7.)
Niederlegung des wahren Kleides in Blacherna (2.7. - orth.)
Unsere liebe Frau auf dem Berg Karmel (16.7. - kath.)
Mariä Entschlafung/Mariä Himmelfahrt (15.8.)
Maria Königin (22.8. - kath.)
Maria Schnee (05.08. - kath.)
Mittlerin aller Gnaden (Mediatrix gratiarum)
Niederlegung des Gürtels in Konstantinopel (31.8. - orth.)
Mariä Geburt (8.9.)
Mariä Namen (12.9. - kath.)
Schmerzen Mariens (15.9. - kath.)
Unsere liebe Frau vom Rosenkranz (7.10. - kath.)
Mariä Schutz (28.10. - orth.)
Mariä Tempelgang (21.11.)
Mariä Empfängnis (8.12./9.12.)
Synaxis der Allheiligen Gottesgebärerin (26.12. - orth.)

Dazu kommen kirchenjahresbezogene (z. B. Herz Mariä) und regionale (z.B. Trösterin der Betrübten) Gedenktage und besondere Gedenkzeiten, in der römisch-katholischen Kirche etwa die Maiandachten oder das Mariengedenken am Sonnabend und in der orthodoxen Kirche Gedenktage zu besonders verehrten Marienikonen.

Im Koran wird nur eine Frau namentlich genannt, nämlich Maryam. Es ist wohl nicht verwunderlich, dass Mohammed der Meinung war, die Christen hätten drei Götter: den Vater, den Sohn und Maria (vgl. Maria im Islam).

Volksfrömmigkeit um Maria
Marienmonat Mai


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 12-05-27
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